„Kassel als junge Großstadt“  – Ein Bildband zeigt die verschwundene Pracht der Nordhessenmetropole

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Studium Generale mit Vorlesungen zum 100. Todestag von Emil von Behring

Emil-von-BehringMarburg 27.9.2016 (pm/red) „Behrings Erben. Die Bekämpfung der Infektionskrankheiten gestern und heute“ – die zwölf Vorträge des Studiums Generale der Philipps-Universität und des Marburger Universitätsbundes im Wintersemester 2016/17 bieten einen Brückenschlag von den Anfängen der Impfstoff- und Serumentwicklung bis zur aktuellen Forschung. Die Vortragsreihe beginnt am 2. November und findet mittwochs ab 20.15 Uhr im Audimax des Hörsaalgebäudes der Philipps-Universität Marburg statt.
„Behrings Erben, das sind für uns die Mitarbeiter der Nachfolgefirmen der Behringwerke in Marburg und die Wissenschaftler, die an der Universität für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Arzneimittel forschen“, sagen die Organisatoren der Reihe, Dr. Ulrike Enke von der Emil-von-Behring-Bibliothek am Fachbereich Medizin und Dr. Christof Wegscheid-Gerlach, Koordinator des Fachbereichs Pharmazie. Enke arbeitet derzeit an einer Behring-Biografie.

 

Sie eröffnet die Reihe mit einem Überblick über das Schaffen Emil von Behrings. „Während er in Berlin Grundlagen für seine Immuntherapie erforschte, stand in Marburg die anwendungsorientierte Forschung im Vordergrund“, sagt die Wissenschaftshistorikerin.
Der Historiker Professor Malte Thießen aus Oldenburg spricht darüber, wie der Staat im 19. und 20. Jahrhundert mit Impfgesetzen die Gesundheitspolitik prägte. Und heute? Die Medizinerin Professorin Angelika Banzhoff von der Marburger Niederlassung von GlaxoSmithKline, einer Nachfolgefirma der Behringwerke, erläutert die gegenwärtige Bedeutung von Impfstoffen. Der Biologe Dr. Thomas Strecker vom Institut für Virologie der Philipps-Universität berichtet von seinen Erfahrungen mit der Ebola-Epidemie in Westafrika und den Bemühungen um die Impfstoffentwicklung zur Vermeidung dieser schweren Krankheit.
Was wusste man zur Zeit Behrings über Bakterien, und wie wurde das Wissen weitergegeben? Diese Fragen beantwortet die Siegener Historikerin Dr. Katharina Kreuder-Sonnen. Professor Stefan Kaufmann, Direktor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, gibt einen Überblick über die Geschichte der Immunologie und Impfstoffentwicklung sowie über neue Entwicklungen.

Der Tiermediziner Dr. Klaus Cußler vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen und der Wissenschaftshistoriker Dr. Axel C. Hüntelmann aus Berlin arbeiten derzeit an einem Projekt zur Geschichte der Tierversuche. Sie erläutern, welche Rolle das „Tiermodell“ für die Impfstoff- und Serumprüfung hat. Seniorprofessor Theodor Dingermann aus Frankfurt wirft einen Blick auf die Immunologie aus pharmazeutischer Sicht.

Mit dem Problem der multiresistenten Keime befasst sich der Vortrag des Marburger Mediziners Professor Reinier Mutters. Lassen sich Viren so umprogrammieren, dass man sie zur Krebsbekämpfung einsetzen kann? Der Mainzer Mediziner Professor Ugur Sahin berichtet über die aktuelle Forschung in diesem Bereich.

Das Thema einer Podiumsdiskussion ist die Gesundheitsindustrie in Hessen und ihre Zukunft. Zum Abschluss der Vortragsreihe stellt Karin Stichnothe-Botschafter die von ihr entwickelte etwa zwölf Kilometer lange Behring-Route vor, auf der man auf den Spuren des Forschers durch Marburg wandeln kann.