Einsamkeit im Alter: Eine Bratwurst beim Stadtfest mitzuessen, wäre schon schön gewesen

Marburg 15.07.2019 (pm/red) „Wir haben Dich nicht gefragt, ob Du zum Stadtfest mitkommen willst, es ist doch zu beschwerlich für Dich“. Es stimmt, denkt die angesprochene, ältere und behinderte Person. Es wäre zu beschwerlich, aber …

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Klimasparbuch soll in Marburg Umweltbewusstsein im Alltag fördern

Marburg 20.02.2019 (pm/red)  Die Stadt Marburg will ihren BürgerInnen ermuntern und darin unterstützen, einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – etwa indem sie dazu ermuntert, Leitungswasser zu trinken oder regional einzukaufen. Tipps zum umweltfreundlichen Verhalten fasst das erste Marburger Klimasparbuch zusammen.  „Was wir essen, was wir kaufen, wie wir uns fortbewegen, wie wir wohnen – viele alltägliche Entscheidungen haben Einfluss auf die klimawirksamen Emissionen, die in die Atmosphäre gelangen“, leitete Bürgermeister und Umweltdezernent Wieland Stötzel die Vorstellung des Klimasparbuchs ein. „Klimaschutz beginnt also dort, wo wir leben, arbeiten und unsere Freizeit gestalten.“

Gemeinsam mit Marion Kühn, Leiterin des Fachdienstes Klimaschutz, Stadtgrün und Friedhöfe, und der Klimaschutzbeauftragten Wiebke Smeulders präsentierte er im Rathaus die städtische Publikation, die neben zahlreichen nützlichen Ratschlägen auch Gutscheine von Marburger Unternehmen enthält. Vertreterinnen und Vertreter einiger dieser Firmen waren auch anwesend.

Das Marburger Klimasparbuch gibt Tipps zum klimafreundlichen Verhalten im Alltag in den Bereichen Ernährung, Konsum, Mobilität sowie Bauen und Wohnen. Anhand des „ökologischen Fußabdrucks“ kann jeder seine individuelle Lebensweise reflektieren. Bei vielen Ratschlägen wird angegeben, wieviel Kohlenstoffdioxid (CO2) konkret durch deren Umsetzung gespart werden kann. Wer zum Beispiel täglich einen Liter Leitungswasser anstelle von Mineralwasser trinkt, spart etwa 70 Kilogramm CO2 und rund 70 Euro pro Jahr. Oder ein einfacher Aufkleber am Briefkasten, dass keine Werbung und kostenlosen Zeitungen eingeworfen werden sollen, erleichtert die Umwelt um jährlich 50 Kilogramm CO2.

Die meisten Klimatipps sind auf die Stadt Marburg zugeschnitten und geben hilfreiche Anregungen für die Umsetzung eines klimafreundlicheren Verhaltens vor Ort. So sind beispielsweise auch die Uhrzeiten und Orte der Marburger Wochenmärkte aufgelistet, um so die Marburgerinnen und Marburger auf das gute regionale und saisonale Angebot aufmerksam zu machen. Ebenso finden sich viele weiterführende Informationen zu lokalen Einrichtungen und Veranstaltungen, die dabei helfen, etwas für den Klimaschutz zu tun – wie etwa die Gemeinschaftsgärten, Flohmärkte oder Trinkwasserbrunnen in der Stadt. Ergänzt werden die Klimatipps auch teilweise durch Gutscheine von klimafreundlichen Unternehmen. Ein Klimatipp ist etwa, einen eigenen Mehrwegbecher für den Kaffee zum Mitnehmen zu verwenden, beispielsweise den Marburger Klimaschutzbecher. Dazu passend gibt es im Klimasparbuch einen Rabattgutschein für ein Heißgetränk zum Mitnehmen im eigenen Becher.

„Das eigene Verhalten klimafreundlicher gestalten bedeutet, Gewohnheiten infrage zu stellen. Dies ist häufig einfacher, wenn sich etwas an der Lebenssituation ändert – beispielsweise, ein Wechsel des Wohnorts“, so der Bürgermeister. Mit einem Umzug in eine neue Stadt entstünden andere Alltagsroutinen: Es gebe ein neues Zuhause, neue tägliche Wege, andere Orte zum Einkaufen und der Freizeitgestaltung. „In dieser Umbruchphase möchte die Universitätsstadt Marburg mithilfe des Klimasparbuchs Orientierung geben und zum klimafreundlichen Verhalten ermutigen“, führte Stötzel fort. Darum erhalten es Marburger Neubürgerinnen und Neubürger gleich bei der Anmeldung ihres Wohnsitzes im Stadtbüro in der Frauenbergstraße 35. Das Klimasparbuch ist im Übrigen auf Recyclingpapier gedruckt und somit selbst auch klimafreundlich. Eine digitale Version ohne Gutscheine steht darüber hinaus für alle Bürgerinnen und Bürger zum Download online bereit.