Speicherung von Kohlenstoff im Ökosystem und Substitution fossiler Brennstoffe Klimaschutz mit Wald

Kassel 25.02.2021 Gastbeitrag von E. D. Schulze | J. Rock | F. Kroiher | V. Egenolf | N. Wellbrock | R. Irslinger | A. Bolte | H. Spellmann Ein Team von Wissenschaftlern aus dem Max-Planck-Institut …

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Denkmalschutzpreis für ein Anwesen und zwei Fachwerkhäuser in Marburg-Biedenkopf verliehen

Horst Krause (2.v.l) und Karin Krause (3.v.l) bekamen von Landrätin Kirsten Fründt (vorne rechts) die Denkmalschutzplakette für die aufwendigen Umbauten des „Werts Hof“ in Rauschenberg-Bracht überreicht. Tochter Anna-Lena Schütz (links) und Ehemann Matthias Schütz (hinten rechts) freuten sich mit.

Kassel 23.01.2020 (pm/red) Der Denkmalschutzpreis des Landkreises geht dieses Jahr an die Besitzer einer ehemaligen Hofanlage in Rauschenberg-Bracht und zwei Besitzer von Fachwerkhäusern in Stadtallendorf und Marburg-Weidenhausen. Landrätin Kirsten Fründt und Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow übergaben den Preisträgern jeweils Urkunden, Plaketten für die Hauswand und ein Preisgeld in Höhe von je eintausend Euro.

Aus insgesamt sechs Bewerbungen hat der Landkreis drei ausgewählt und ausgezeichnet. Der „Werts Hof“ in der Ortsdurchfahrt von Rauschenberg-Bracht war früher eine klassische Hofanlage mit Wohnhaus, Ställen, Scheune und einer Schmiede. Heute beherbergt er neben den Wohnungen für zwei Generationen der Familie auch mehrere Ferienwohnungen und einen Kunstgewerbeladen. Dadurch refinanzieren die Besitzer Karin und Horst Krause die aufwendigen Umbauten, die sich über 20 Jahre hinzogen. „Die Maßnahme stellt einen bespielhaften Beitrag zur Identität des Landkreises dar. Durch neue Funktionen wird der Ort Bracht in den Bereichen Tourismus und Infrastruktur gestärkt“, begründet der Denkmalschutzbeirat die Auszeichnung.

„Die Sanierung des historischen Tagelöhnerhauses in der Leide 4 in Stadtallendorf ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine Straße, an der Leerstand und Verfall herrschen, aufgewertet werden kann“, stellte Landrätin Kirsten Fründt fest. Besitzer Mario Repka hat das Haus von Grund auf saniert und dabei auf alte Handwerkstechniken zurückgegriffen. Die Scheiben der Holzfenster wurden beispielsweise nach einer historischen Methode mit Blei-Sprossen verstärkt. Darüber hinaus hat der Besitzer bereits vier weitere Gebäude in der Straße saniert. Die Leide hatte sich zur „Problemstraße“ entwickelt, weil die dortigen Häuser sehr klein sind und als Wohnhäuser damit lange keine Rolle spielten, der Sanierungsstau stieg. Mario Repka hat mit seinem Engagement dazu beigetragen, dass dieses Image verschwindet und die typische Bauweise früherer Bauern erhalten bleibt.

Den dritten Denkmalschutzpreis haben Landrätin Fründt und Erster Kreisbeigeordneter Zachow an Monika Böhl übergeben. Sie hat das ehemalige Wohn- und Handwerkerhaus in der Kappesgasse 6 in Marburg-Weidenhausen besonders behutsam saniert. Dabei legte sie viel Wert darauf, die noch vorhandenen alten Elemente und Bauteile aus verschiedenen Epochen zu erhalten und hat aus dem Haus so ein schlichtes Schmuckstück gemacht. „Damit wurde nicht nur ein Gebäude erhalten und eine positive städtebauliche Wirkung erzielt, sondern auch ein Beitrag zur besonderen Identität des Landkreises geliefert“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete.

Mit dem jährlichen Denkmalschutzpreis würdigt der Landkreis das private Engagement der Haus- und Grundstücksbesitzer, die auf besondere Art und Weise Denkmalpflege betreiben, oftmals verbunden mit hohem zeitlichem und finanziellem Aufwand. Der Denkmalbeirat des Landkreises wählt dabei aus den Bewerbungen drei aus und schlägt sie dem Kreisausschuss für den Preis vor, der dann die endgültige Entscheidung trifft. Die Auszeichnung soll auch andere Denkmal-Besitzer dazu animieren, sich in diesem Bereich zu engagieren.