96 Folgemeldungen und keine Ende? Vom Leben und Leiden in der Corona-Krise

Kassel 28.06.2020 (yb) Zumindest offiziell soll die leidige Coroana-Krise offensichtlich kein Ende nehmen. Selbst die inzwischen für die allermeisten Landkreise und Städte vorliegenden niedrigen offiziellen Fallzahlen der nachgewiesenen Infektionen sind landauf und landab nicht hinreichend …

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Unterstützung bei Corona-Hilfen – Hessenweites Angebot des IQ Netzwerks für kleine und mittlere Unternehmen

Kassel 25.04.2020 (pm/red) „Wir wollen, dass niemand auf Corona-Hilfen verzichtet, weil es Unsicherheiten bei der Beantragung gibt oder gar sprachliche Hürden das Ausfüllen der Anträge verhindern“, sagt Steffen Rink, Projektleiter beim Sozialverein Arbeit und Bildung aus Marburg. Deshalb richtet sich unser Angebot vorrangig an UnternehmerInnen, FreiberuflerInnen und Solo-Selbstständige mit Migrationshintergrund. „Doch selbstverständlich wird niemand abgewiesen, der uns per Mail oder Telefon kontaktiert.“

Corona-Hilfen weiterhin notwendig

Auch wenn in Hessen bereits über 100.000 Anträge auf Corona-Soforthilfe gestellt wurden, sieht das IQ Netzwerk noch Bedarf. „Das berichten auch unsere Projektpartner in den anderen Bundesländern“, weiß Steffen Rink. Corona-Soforthilfen, Grundsicherung für InhaberInnen, Kurzarbeitergeld seien die Hauptanliegen, mit denen sich Unternehmen und FreiberuflerInnen an IQ wenden. Hier werden die Anträge auf Vollständigkeit geprüft, damit die Gelder rasch ausgezahlt werden können. Bei der Grundsicherung ist es je nach dem etwas komplizierter.

„Grundsicherung ist der letzte Notnagel. Hartz IV klingt hart, aber bevor alles Ersparte für die laufenden Kosten draufgeht, sollte sich niemand schämen, auch diese Hilfe vom Staat anzunehmen“, so Rink. Dabei ist für ihn wichtig: „Wir bieten Unterstützung und verweisen bei Bedarf an andere kompetente Institutionen oder an ExpertInnen des IQ Netzwerks, zum Beispiel wenn eine betriebswirtschaftliche oder rechtliche Beratung gebraucht wird/nötig ist.“

Teil eines bundesweiten Netzwerks

Arbeit und Bildung ist Teil des IQ Landesnetzwerks Hessen, das dieses Angebot mit weiteren Projektpartnern im ganzen Bundesland eingerichtet hat. Die eigentliche Aufgabe des Marburger Projekts „KoVin – Kompetent Vielfalt nutzen“ ist die Entwicklung interkultureller Kompetenzen in Verwaltungen, bei Jobcentern und Arbeitsagenturen sowie bei kleinen und mittleren Unternehmen in Nord-, Ost- und Mittelhessen. „Hierzu führen wir seit vielen Jahren Trainings und Workshops durch. „Das geht wegen Corona derzeit aber nicht“, berichtet Rink. Corona trifft uns wie viele andere auch.“

Das IQ Netzwerk Hessen ist eines von 16 Landesnetzwerken im bundesweiten Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Für die Corona-Beratungen vor Ort bietet die Fachstelle Migrantenökonomie des IQ Netzwerks fachliche Unterstützung. „Die Fachstelle bietet wöchentliche Meetings, Materialsammlungen und die Möglichkeit, bei Unklarheiten eigene Fragen zu klären. Da sind Kolleg*innen mit viel Know-How, die sind immer auf dem neuesten Stand“, berichtet Rink.

Selbst von Corona betroffen

Als Sozialverein mit knapp 80 Beschäftigten ist Arbeit und Bildung übrigens selbst von Corona betroffen. Bildungs- und Fördermaßnahmen für arbeitslose Menschen sind geschlossen, Beratungsleistungen und Unterricht sind, wo es geht, auf Online-Formate umgestellt. Ein Teil der Belegschaft ist in Kurzarbeit. In vielen Projekten arbeitet der Träger mit Unternehmen der Region zusammen. „Meine Kolleginnen und ich wissen also, was Corona für ein Unternehmen bedeutet. Wir haben selbst mit dem zu tun, wo wir anderen nun beistehen wollen.“

Kontakt aufnehmen

Arbeit und Bildung bietet seine Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen in Nord-, Ost- und Mittelhessen an. Das Beraterteam bei Arbeit und Bildung besteht aus Elena Gavrilova, Tina Martinson, Lothar Vestweber und dem Projektleiter Steffen Rink.  Das Angebot ist kostenlos. Arbeit und Bildung weist besonders darauf hin, dass keine rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung geleistet werden kann. Die Regeln des Datenschutzes werden selbstverständlich beachtet.  Kontakt zu den üblichen Geschäftszeiten unter (06421) 9636-34 oder per Mail an iq-hessen@arbeit-und-bildung.de.

Weitere Informationen zu den Unterstützungsangeboten in Hessen finden Sie auf www.hessen.netzwerk-iq.de/iq-hilft-kmu
Mehrsprachige Informationsmaterialien zu den Soforthilfen des Bundes und der Länder bietet die IQ Fachstelle Migrantenökonomie:
www.wir-gruenden-in-deutschland.de/corona