Willingshausen deja vue ? Wursthimmel und Scheunentor serviert von Janosch Feiertag

17.10.2021 (red) Endlich wieder eine Kunstausstellung in Willingshausen, könnte in den Kopf kommen, wer sich in diesem Oktober die Präsentation von Janosch Feiertag in der Kunsthalle anschaut. Besucher/in erwartet eine Ausstellung, die Position bezieht mit …

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Lärm und Müll in Marburg: Plakat-Aktion „LAUT ist OUT“ und Video-Clip

Mit der Plakat-Aktion „Laut ist OUT – aus Rücksicht auf die Nachbarschaft“ wirbt die Stadt für mehr Rücksichtnahme. Foto Stefanie Ingwersen

09.08.2021 (pm) Endlich geimpft, endlich Sommer, endlich Ferien: Nach langen Monaten des Lock-Downs sind für viele, gerade für junge Menschen, Treffen und Feiern wichtig. Bei schönem Wetter treffen sich Gruppen in Marburg dazu oft im Freien, am Lahnufer, am Elisabeth-Blochmann-Platz oder in den Parks und Grünflächen der Innenstadt. Das bringt allerdings auch Konflikte mit sich: Anwohnerinnen und Anwohner beanstanden Müll und Lautstärke. Mit der Aktion „LAUT ist OUT“ möchte die Stadt für mehr Rücksicht werben.

„Vor allem junge Menschen leiden unter den Corona-Restriktionen. Daher brauchen sie nun verstärkt den sozialen Austausch“, sagt Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. In Bezug auf die Nutzung von öffentlich zugänglichen Freiflächen führt er aus: „Treffen im Freien statt drinnen helfen in der Pandemie, Infektionen zu verhindern.“ Das bringt allerdings nicht nur Entspannung und Freude, sondern auch Konflikte mit sich: Anwohnerinnen und Anwohner sind gestört von Müll oder der Lautstärke der Feiernden. Die Stadtverordnetenversammlung, Ortsbeiräte und das Marburger Ordnungsamt rufen daher gemeinsam zu rücksichtsvollem Verhalten auf.

Dafür soll zunächst mit entsprechenden Hinweisen in Form von Plakaten auf das Problem aufmerksam gemacht werden: „LAUT ist OUT – Rücksicht auf die Nachbarschaft“ – dieser Aufruf soll an problembehafteten Stellen angebracht werden. Insbesondere der Einsatz von mobilen Lautsprechern wie Bluetooth-Boxen soll von 22 Uhr abends bis 7 Uhr morgens unterbleiben.

„Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft appellieren, das Ruhebedürfnis und das Eigentum anderer zu respektieren und keinen Müll auf den genutzten Flächen zurückzulassen“, erklärt Bürgermeister Wieland Stötzel den Antrag zur Sensibilisierung für das eigene Verhalten im öffentlichen Raum: „Allen Verständnisvollen danken wir herzlich für ihre Rücksichtnahme und die Zusammenarbeit“, so der Ordnungsdezernent.

Während in den stadtpolitischen Gremien meist Beschwerden über Lärm im Vordergrund stehen, sieht die Ortsvorsteherin des Campus-Viertels, Dr. Sabine Schock, die Umweltverschmutzung an den Lahnwiesen und anderen Grünflächen in ihrem Stadtteil als Hauptproblem an: „Die Plakat-Aktion ‚LAUT ist OUT‘ finde ich gut“, sagt sie und ergänzt: „Noch besser fände ich es aber, wenn alle ihren Müll mitnehmen. Denn zur Rücksicht auf die Nachbarschaft gehört auch der Respekt für die Tier- und Pflanzenwelt.“