Wasserspielsaison im Bergpark Wilhelmshöhe startet nach zwei Jahren Unterbrechung

28.04.2022 (pm/red) Am Sonntag, 1. Mai 2022, starten die Wasserspiele im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe nach einer zweijährigen Corona-Unterbrechung in eine neue Saison. An jedem Mittwoch, Sonntag und an hessischen Feiertagen haben Besucher bis zum Herbst …

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Ist Bitcoin schlecht für die Umwelt?

Bitcoin als alternative Geldanlage? Illustration Pixabay.com

Bitcoin: Spekulationsobjekt, Zahlungsmittel oder Klimasünder? Nachdem Elon Musk, Tesla Chef und bekennender Krypto-Fan, davon sprach, Tesla könne man nur dann noch mit Bitcoin bezahlen, wenn die Technologie umweltfreundlicher werden würde, befassten sich auf einmal immer mehr Krypto-Enthusiasten mit der Frage, ob der Bitcoin tatsächlich ein Problem für die Umwelt und das Klima sein könnte. Aber wie schädlich ist der Bitcoin wirklich – vor allem, wenn er mit Bargeld verglichen wird?

Energieverbrauch schnellt nach oben

Der Bitcoin und die Klimakrise: Nicht nur der Bitcoin, sondern alle digitalen Währungen, stehen in der Kritik, sie würden die Umweltbilanz nach unten ziehen. Das liegt an der Konzeption der Kryptowährungen. Damit man Blöcke schürfen kann, die den Kryptowährungen zugrunde liegen und Teil der Blockchain-Technologie sind, muss man viel Rechenleistung aufbringen. Und viel Rechenleistung heißt, dass der Stromverbrauch steigt. Aber nicht nur das Schürfen ist energieintensiv, auch die Transaktionen mit Kryptowährungen sind energieintensiv.

Aber tatsächlich geht es nicht nur um den Stromverbrauch, sondern auch um die Stromgewinnung: Beim Schürfprozess kommen nämlich fast nie erneuerbare Energien zum Einsatz, sondern in der Regel fossile Brennstoffe. So gibt es Untersuchungen, die ergeben haben, 65 Prozent der monatlichen Bitcoin-Hashrate wird in China erreicht und hier wird der günstige Kohlestrom genutzt, um die Energieversorgung zu gewährleisten. Das schadet natürlich dem Klima.

Das sind die Zahlen der Experten

Noch ist nicht klar, wie groß der Stromverbrauch tatsächlich ist, der das Netzwerk der Kryptowährung Bitcoin am Leben hält. Alex de Vries, er ist von der Erasmus Universität Rotterdam, hat etwa berechnet, der Energieverbrauch würde bei 124,12 TWh liegen. 58,96 Mt beträgt der jährliche CO2-Fußbabdruck. Pro Jahr würden zudem 15,15 Kilotonnen Elektroschrott entstehen. Andere Zahlen gibt es hingegen von der Universität Cambridge. Hier geht man davon aus, dass der jährliche Stromverbrauch des Bitcoin bei 143,67 TWh liegt. Dan Hold, Analyst bei ARK Invest, ist der Meinung, das Schürfen würden pro Jahr 50,8 TWh ausmachen.

Wieso es zu unterschiedlichen Zahlen kommt? Es gibt keine verlässlichen Daten. Das heißt, man weiß nicht, wo die Schürfer sitzen und kennt auch nicht den Anteil der im Strommix enthaltenen erneuerbaren Energien. Das heißt, alle Daten beruhen auf Schätzungen. Einig ist man sich am Ende nur, dass der Bitcoin – und alle anderen Kryptowährungen auch – die Umwelt belasten.

Der Vergleich mit Bargeld

Dass der Bitcoin immer stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft rückt, ist kein Geheimnis. Heute kann man Sportwetten mit Bitcoin abgeben, kann mitunter auch in verschiedenen Online Shops mit Bitcoin bezahlen oder auch über bekannte Broker mit der Preisentwicklung spekulieren. Auch wenn sich der Spekulant nur damit befasst, wann der Kurs fällt bzw. steigt, ist es dennoch wichtig, sich mit der Umweltbilanz der Kryptowährung zu befassen. Und hier lohnt es sich, nach all den Schätzungen durch die Experten und Analysten, einen Blick auf die Niederländische Zentralbank zu werfen. Denn die Niederländische Zentralbank hat sich nicht nur mit der Frage befasst, wie schädlich ist der Bitcoin für die Umwelt, sondern ist auch der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen hat das Bargeld auf das Klima?

Um diese Frage beantworten zu können, hat die Niederländische Zentralbank den Lebenszyklus von Geldmünzen sowie Geldscheinen unter die Lupe genommen. Das heißt, beginnend mit der Herstellung von Papier und der Folie, bis zu dem Bedrucken, dem Transport sowie dem alltäglichen Nutzen, inklusive der Vernichtung. Einen direkten Vergleich mit dem Bitcoin gibt es zwar nicht, aber mit der Kreditkartennutzung.

Das Bargeld würde das Klima pro Jahr mit 17 Millionen kg CO2-Äquivalenten – CO2e – belasten. Das heißt, eine Bargeld-Transaktion bedeutet, 4,6 Gramm CO2e. Bei einer Bitcoin-Transaktion, so Alex de Vries, kommt man auf 717,54 kg CO2.

Klimaschutz und Klimakrise als Szenario. Foto Pixabay.com

Prognose ist vielversprechend

Aber es gibt auch umweltfreundliche Methoden, um heute Kryptowährungen generieren zu können. So wurde bereits berichtet, es gebe mit Genesis Mining ein Krypto-Unternehmen, dass die beim Schürfen entstehende Wärme nutzt, damit die Gewächshäuser beheizt werden können. Was das für die Zukunft bedeutet? Der Energiebedarf kann sinken und der CO2-Fußbadruck kleiner werden – und das ist durchaus vielversprechend.

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