Wasserspielsaison im Bergpark Wilhelmshöhe startet nach zwei Jahren Unterbrechung

28.04.2022 (pm/red) Am Sonntag, 1. Mai 2022, starten die Wasserspiele im UNESCO-Welterbe Bergpark Wilhelmshöhe nach einer zweijährigen Corona-Unterbrechung in eine neue Saison. An jedem Mittwoch, Sonntag und an hessischen Feiertagen haben Besucher bis zum Herbst …

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Wasserbüffel als tierische Landschaftspfleger an der Lahn

Sieben Wasserbüffel weiden an der renaturierten Lahn in der Gisselberger Spannweite. Sie gestalten diesen Lebensraum, womit sich auch die gefährdete Kreuzkröte dort wohlfühlen kann. Foto Patricia Grähling

06.05.2022 (pm/red) Die Stadt Marburg setzt für die Gisselberger Spannweite auf tierisch gute Landschaftspflege: Wasserbüffel grasen auf den Wiesen im Bereich der renaturierten Lahn. Sie sollen das Gras kurz halten und so Wiesenbrütern und Rastvögeln Lebensraum schaffen. Auch die gefährdete Kreuzkröte soll von der Wasserbüffel-Flächenpflege profitieren.

Die Gisselberger Spannweite als rund eineinhalb Kilometer lange Abschnitt der Lahn wird nicht nur von Spaziergängern und Naturfreunden gerne aufgesucht – auch viele Tier- und Pflanzenarten fühlen sich im Flussbett, an den Kiesbänken und im Totholz wohl. Um die Uferflächen optimal zu pflegen, setzt die Stadt Marburg nun auf Wasserbüffel.

Jetzt ist es soweit: Nach Abschluss der Erdarbeiten im Jahr 2020 hat sich die Vegetation im vergangenen Jahr erholt. Nun ist es an der Zeit, durch gezielte Beweidung die Flächen offenzuhalten.  Es soll aber Lebensraum für Vögel und Amphibien entstehen und erhalten werden, die auf die offenen Flächen angewiesen sind. Verschiedene Vogelarten können die Flächen als Bruthabitat und in den Herbst- und Wintermonaten als Rastfläche nutzen. Auch die Kreuzkröte ist auf eine offene Fläche angewiesen.

Tiere stammen vom asiatischen Wasserbüffel ab

Die Firma M&M Weide GbR aus Wittelsberg übernimmt mit ihren Tieren nun die Pflege der Flächen. Die Geschäftsführer Mario Ebinger und Markus Rhiel sind seit mehreren Jahren mit Wasserbüffelzucht und Landschaftspflege beschäftigt; so bewirtschaften und pflegen sie bereits verschiedene Flächen für den Naturschutz im Landkreis. Ein großer Teil ihrer Herde mit mehr als 40 Tieren ist am Fuß der Amöneburg im sogenannten „Bekassinenloch“ zu finden.

Die domestizierten Wasserbüffel stammen von asiatischen Wasserbüffeln ab, die bereits vor 4000 bis 5000 Jahren in Asien als Haustiere gehalten wurden. Diese domestizierten Büffel verhalten sich gegenüber Menschen im Allgemeinen friedlich. Sie werden als Zug- und Lasttiere genutzt und sind Quelle für Milch, Fleisch und Leder.

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