Willingshausen deja vue ? Wursthimmel und Scheunentor serviert von Janosch Feiertag

17.10.2021 (red) Endlich wieder eine Kunstausstellung in Willingshausen, könnte in den Kopf kommen, wer sich in diesem Oktober die Präsentation von Janosch Feiertag in der Kunsthalle anschaut. Besucher/in erwartet eine Ausstellung, die Position bezieht mit …

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Mehr Weile, weniger Eile – Tempolimit sofort

09.08.2021 (pm) Gastbeitrag von Ursula Wöll In Südeuropa brennen die Wälder, auch in Kalifornien und Sibirien. In Madagaskar und anderswo verhungern die Menschen wegen der Dürre. Bei uns gab es durch Starkregen Verwüstungen und Tote. Wir alle wissen, dass schnell etwas passieren muss, um dem Kippen des Klimas doch noch Paroli zu bieten. „Schnell“ bedeutet für mich, sofort damit zu beginnen, also noch vor der Wahl, die erst in gut 6 Wochen stattfindet.

Die Atlantikströmung schwächelt
Heute, 6. August, las ich in einer Tageszeitung einen Artikel über eine wissenschaftliche Studie. Diese fand heraus, dass die Atlantikströmung bereits nachlässt. Diejenige Strömung also, die an der Oberfläche warmes Wasser von Süd nach Nord transportiert und tiefer im Ozean das kalte Wasser umgekehrt zurückführt. Besser bekannt ist das Phänomen als „Golfstrom“, der für unser Wetter verantwortlich ist und es erträglich macht. Durcheinander kommt wohl alles, weil durch das Schmelzen des Poleises große Mengen Süßwasser in den Ozean gelangen. Wie auch immer, ich bekam richtiggehend Angst. Vielleicht kommt die Zeit doch schneller, in der die Lebenden die Toten beneiden werden? Ob gar unser Planet irgendwann seine Umlaufbahn ändern wird? Die Klimaänderungen füllen den Kopf aus und machen das Lebensgefühl unsicher.. Selbst wenn wir in Hessen bislang noch weniger stark betroffen sind, wird man doch seines Lebens nicht mehr richtig froh angesichts des Elends in anderen Ländern.

Berlin, beginne endlich zu handeln
Nicht das Klima spielt verrückt. Wir Menschen haben unseren Planeten total verändert. Mit einem Wirtschaftssystem, das ein stetiges Wachstum beinhaltet. Wir müssen diesen Prozess der Naturzerstörung schnellstens stoppen. Mit ersten Schritten endlich damit beginnen! Was spricht dagegen, etwa die Geschwindigkeit von Autos zu begrenzen, weil dadurch weniger CO2 die Luft verpestet?  Wenn sich die Politik  – sagen wir – für 110 km/Std. entscheiden würde auf Autobahnen wie etwa in Schweden, 60 km auf Landstraßen, und 30 km in Wohngebieten, so bräuchte man nicht einmal neue Schilder aufzustellen. Denn das Maximaltempo würde generell gelten. Kosten entstünden also keine. Alles wäre von heute auf morgen realisierbar, nur durch die schlichte Bekanntgabe eines Gesetzes.

Warum also gibt es bislang keine Geschwindigkeitsbegrenzungen? Weil die Autoindustrie dagegen ist, die mit PS-starken Schlitten mehr verdient. Einen anderen Grund finde ich nicht. Die Fahrer, die an meinem Haus mit Getöse und mindestens 70 km/Std. vorbeibrausen, sind sicher auch gegen ein Tempolimit. Aber nur vernünftige Argumente zählen. Außer der Einsparung an Sprit gäbe es weniger Unfälle beim langsameren Fahren. Ich fordere also meine Regierung auf, noch  v o r  den Wahlen wenigstens diese kleine Verbesserung durchzuziehen. Man kennt das ja: Nach dem 26. September wird es eine Weile dauern, bis die neue Regierung arbeitsfähig ist. Mit Absichtserklärungen auf dem Papier allein aber wird die Klimakrise nicht gestoppt.

Medien, berichtet nicht mehr über Renn-„Sport“
Was ist daran sportlich, wenn etwa ein Sebastian Vettel Autorennen fährt? Nix, es huldigt nur dem Götzen Auto. Autorennen sollten  aus den Sportsendungen der Medien verbannt werden. Wir alle sollten unser Leben etwas entschleunigen und über so verrückte Veranstaltungen lächeln lernen. Auch Werbeanzeigen für Autos sind mir zu zahlreich. Wenn überhaupt, so müssten sie stärker über die klimarelevanten Fakten informieren.